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Charlotte Roche |
Die heftigen Einsparungen bei VIVA, die im Zuge der Übernahme des Musiksenders durch die MTV-Muttergesellschaft Viacom geplant wurden (TVmatrix berichtete), zeigen bereits jetzt erste Nebenwirkungen: Charlotte Roche, Moderatorin von "Fast Forward", trat am Montag in den Streik. "Ich fand es bekloppt, mich vor die Kamera zu stellen mit diesem wahnsinnigen Frust", berichtet der "Spiegel". Sie habe von der geplanten Einstellung ihrer Sendung "eher beiläufig und spät am Telefon" erfahren, so das Nachrichtenmagazin. Sie wehrt sich trotz laufender Verträge damit gegen die "schlechte Kommunikation", wie es MTV-Europa-Geschäftsführer Simon Guild im Interview mit dem Spiegel bezeichnete, bzw. gegen die wohl kaum freundliche Behandlung.
VIVA wäre derzeit "absolut führungslos", auch die Chefetage hätte "Angst wie die Hasen", bestätigt Roche mehr oder weniger diverse Medienberichte rund um den vor gut elf Jahren gestarteten deutschen Musiksender. "Völlig absurd" wären laut Guild allerdings Meldungen über die Entlassungen von fast allen VIVA-Mitarbeitern. Zwar müsse der Sender angesichts seiner "schlechten wirtschaftlichen Lage" Personaleinsparungen vornehmen, auf das "Know-How vieler Mitarbeiter" wäre man jedoch "angewiesen", beteuerte gegenüber dem "Spiegel". "Auf jeden Fall" solle VIVA erhalten bleiben, indem sich der Musiksender "wieder an den eigenen Wurzeln orientieren" solle. Das heißt für Guild: "Lokaler, jünger, eben anders als MTV".
Wie VIVA allerdings zu seinen Wurzeln zurück kehren soll, wenn jahrelang etablierte und Sender typische Marken wie "Interaktiv" und "Mixery Raw Deluxe", aber auch das bei VIVA ZWEI gestartete "Fast Forward" eingestellt und durch diverse billigeren, aus den USA eingekauften und mit Untertitel versehenen Reality-Shows ersetzte werden, erklärte er nicht. Auch längere Musikstrecken im Tagesprogramm, die bei VIVA vor dem immer härtenen Konkurrenzkampf mit MTV durchaus noch zu finden waren, sind nach den derzeit aktuellen Programmplanungen nicht vorgesehen...